"Füße gut - Alles gut!"

Rund um den diabetischen Fuß

Der diabetische Fuß ist ein Begriff der Umgangssprache und bezeichnet eine Folgeerscheinung der Stoffwechselkrankheit Diabetes. Diabetisches Fußsyndrom ist der Fachausdruck. Die Krankheit tritt hauptsächlich bei Diabetikern mit Nervenschädigung oder Verengung der Blutgefäße in Füßen und Beinen auf. Vermindertes Schmerzempfinden und Durchblutungsstörungen führen im Verlauf der Erkrankung dazu, dass Wunden schlecht abheilen, Verletzungen sich zu Geschwüren entwickeln und auffällige Deformationen an den Füßen entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es beim diabetischen Fuß sogar zu einer Amputation. Um dies zu verhindern, ist die richtige Vorbeugung und die frühzeitige Behandlung bei Fußproblemen von entscheidender Bedeutung.

Zwei unterschiedliche Formen des diabetischen Fußes

Bei der Entwicklung eines diabetischen Fußes lassen sich grundsätzlich zwei unterschiedliche Formen feststellen. In vielen Fällen sind beide Arten miteinander kombiniert, was die Behandlung nicht einfacher macht, da sie zum Teil gegensätzliche Elemente enthält. Man unterscheidet zwischen der Nervenschädigung des Fußes, die das Empfindungsgefühl beeinträchtigt und der Störung der Durchblutung, die der Bildung von Geschwüren förderlich ist.

 

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Infolge von Nervenschädigungen

Bei bis zu siebzig Prozent aller Fälle des diabetischen Fußes werden Nervenstörungen infolge der Diabetes als Ursache diagnostiziert. Hier sind die peripheren Nerven aufgrund jahrelanger Mangelversorgung geschädigt. Als Symptome treten Kribbeln in den Beinen, eine gestörte Berührungsempfindlichkeit und ein gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden auf. Tatsächliche Verletzungen am Fuß bleiben durch diese anomale Wahrnehmung oftmals wochenlang unentdeckt, umso schwieriger gestaltet sich danach die Behandlung.

Infolge von Durchblutungsstörungen

Kalte und blasse Füße, eine dünne und trockene Haut, schmerzhafte Wunden sowie fehlende Fußimpulse und Schmerzempfinden beim Gehen kennzeichnen Durchblutungsdefizite, die neben den Nervenschädigungen als Ursache für die Entstehung des diabetischen Fußes verantwortlich sind. Arterielle Durchblutungsstörungen können ein Absterben ganzer Gewebebereiche hervorrufen. Verhängnisvoll wird es, wenn gleichzeitig noch die Nerven geschädigt sind und das Empfindungsgefühl die Normalität verlassen hat.

Professioneller Service für Diabetiker

Für Diabetiker ist die professionelle Beratung rund um ihre Füße besonders wichtig. Ausgebildete Fachkräfte behandeln kompetent und sind auf die speziellen Anforderungen im Umgang mit Diabetikern eingestellt. Die Analyse Ihrer Füße erfolgt mithilfe moderner Messmethoden wie z.B. der Pedographie. Diese digitale Messung der Fußdruckbelastung ermöglicht die schnelle und einfache Ermittlung exakter Daten für Ihre orthopädietechnische Versorgung. Ein erstellter Farbausdruck lässt die genaue Druckverteilung unter dem Fuß sichtbar werden. Die ausgewerteten Daten helfen bei der Herstellung von Einlagen genauso wie bei der Bestimmung Ihres Schuhtyps. Die Behandlung kann durch ärztliche Verordnung erfolgen und von den Krankenkassen erstattet werden.

Verantwortungsvolle Schuhversorgung

Da der häufigste Auslöser von Verletzungen am Fuß ungeeignete Schuhe sind, ist die verantwortungsbewusste Versorgung des diabetischen Fußes von großer Bedeutung. In Abhängigkeit der Untersuchungsergebnisse und Messdaten-Auswertung kommen für die Schuhversorgung spezielle Schuhe, Schuheinlagen oder individuelle Schuhkorrekturen in Betracht. Zu den speziellen maßgeschneiderten Schuhen zählen Gesundheitsschuhe, diabetische Therapieschuhe und orthopädische Maßschuhe. Oftmals können auch schon spezielle, weich bettende Einlagen helfen wie diabetesadaptierte Einlagen, die in Problembereichen eine Druckentlastung bewirken. Zu den individuellen Schuhkorrekturen an Konfektionsschuhen zählen Abrollhilfen, Sohlenversteifungen und Entlastungsrollen. Alle Maßnahmen für die Diabetiker werden von regelmäßig geschultem Fachpersonal mit Spezialausbildung für die diabetische Fußversorgung durchgeführt mit dem Ziel, eine offene Wundsituation am Fuß zu vermeiden oder eine bereits bestehende zu entlasten.